Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Das Ö1 Konzert

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Aus Asche erstanden" - Gedanken in der Karwoche von Toni Faber, Dompfarrer, Dechant und Domkapitular zu St. Stephan Der Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame im April 2019 hat erlebbar gemacht, wie es den Österreicher/innen beim Brand des Stephansdoms am 12. April 1945 ergangen sein muss. Die Zerstörung war gewaltig - was daraus geworden ist, auch: Trotz der eigenen Not zu Kriegsende, folgte die Bevölkerung ganz Österreichs dem Aufruf von Kardinal Theodor Innitzer, am Wiederaufbau des Stephansdoms mitzuhelfen. Was an finanziellen Mitteln und an Arbeitskraft gespendet wurde, hat das Wiener Gotteshaus zum Stephansdom aller Österreicher/innen gemacht. Dem Großbrand am 12. April 1945 fielen auch die Riesenorgel und die Pummerin zum Opfer. Schon 1952 konnte die neugegossene große Glocke, "die Pummerin" geweiht werden. Mit der Riesenorgel hat es länger gedauert: Am heurigen Ostersonntag, dem 12. April 2020 - also exakt 75 Jahre nach dem Brand - wird die erneuerte Riesenorgel beim feierlichen Hochamt geweiht. Aus der zerstörenden Katastrophe wurden gemeinsame Neuaufbrüche und Erfolge. Die Ölbergstunde und der Kreuzweg werden zu Erlebnissen der Auferstehung und des Sieges über den Tod. Auch heute. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Teresa Vogl. Wenn ein Nein ein Nein bleibt. Jemand kennen zu lernen ist in Zeiten von Online Dating anscheinend einfacher denn je. Sich eine Abfuhr zu holen allerdings auch! Aber man wird ja wohl noch hoffen dürfen und versuchen, bei der Angebeteten zu landen. So wie dieser Jüngling, der einfach nicht einsehen will, dass er keine Chance hat. Und so bettelt er sich immer flehentlicher mit allen möglichen Versprechungen durch sieben verzweifelte Strophen, doch die Antwort der Holden bleibt immer gleich, sie lautet unerbittlich: Oh no John, no!

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Zoologin Silke Schweiger über die Amphibien und Reptilien Borneos. Teil 4: Bunte Hautlappen für Drachenflieger Gestaltung: Maria Harmer Redaktion: Renate Pliem Frösche, die ihre Schwimmhäute als Flughilfen verwenden, um im Regenwald von Baum zu Baum zu gelangen; Schlangen, die ihre Rippen spreizen, den Schwanz als Steuerruder verwenden und bis zu zwanzig Meter weit durch die Luft gleiten und Flugdrachen, die für die Eiablage aus dem Blätterdach auf den Boden segeln. Im südostasiatischen Raum, insbesondere auf der Insel Borneo, haben Arten, die anderswo nur am Boden leben, Methoden entwickelt, wie sie sich gleitend oder segelnd im Regenwald durch die Luft bewegen können. Die Zoologin Silke Schweiger benützt in diesem Fall bewusst nicht das Wort "fliegen", da diese Tiere keine Flügel im eigentlichen Sinn ausgebildet haben. Die Kuratorin der Herpetologischen Sammlung am Naturhistorischen Museum Wien hat zahlreiche Forschungsreisen in den Regenwald auf Borneo unternommen und erzählt über die Besonderheiten einiger Amphibien und Reptilien der Insel.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wer ist Opfer?

Macht und Ohnmacht eines Rollenbildes (4). Gestaltung: Johannes Gelich In Zeiten von Populismus, Klimakrise, Geschlechter- und Generationenkampf geistert ein Begriff durch die einschlägigen gesellschaftspolitischen Debatten: das Opfer. In den letzten Jahren ist, so scheint es, ein regelrechter Opfermarkt entstanden: das Volk ist Opfer einer von außen gesteuerten Migrationspolitik, sagen rechte Populisten. Der Arbeitnehmer von heute ist Opfer der Profit-Interessen von Kapital, Konzernen und politischen Eliten auf dem Schlachtfeld des Neoliberalismus, sagen linke Populisten. Frauen sind Opfer von sexistischen Übergriffen in Beruf und Medien, sagen Frauenrechtlerinnen. Männer sind Opfer von blindwütigen Feministinnen, sagen Männerverbände. Dritte-Welt-Länder sind Opfer neokolonialistischer Politik des reichen Westens, sagen Globalisierungskritiker. Wachstumsideologie, Umweltzerstörung und die Ausbeutung von Ressourcen geschehen auf dem Rücken der Kinder, sagen Ökologen. Eltern werden von ihren Kindern in Altersheime abgeschoben und vernachlässigt, sagen Pensionisten-Verbände. Das Opfer, so viel steht fest, ist der wahre Held unserer Zeit. Opfer zu sein, verspricht höchste Anerkennung, erzeugt machtvolle Ansprüche und ist über jede Kritik erhaben. Doch warum und seit wann hat der Opfer-Status einen derartigen Stellenwert in der westlichen Kultur und ihren gesellschaftlichen Debatten gewonnen? Die Darbringung von Opfern gegenüber Göttern ist ein wesentlicher Bestandteil der meisten Religionen der Welt. Doch im Christentum hat sich Gott durch seine Menschwerdung bis zu seinem Tod am Kreuz selbst geopfert. Hier zeigt sich religionsgeschichtlich insofern eine Wende, als sich Jesus für die Sünden der Menschen selbst opfert und damit weitere Opfer überflüssig macht. Die Anbetung des Opfers hat im Medienzeitalter jedoch eine neue, quasi-religiöse Dimension erfahren: Das Fernsehen und eine adäquate Medien-Inszenierung leben geradezu von der Dauerpräsenz des Opfers. Von der Allgegenwärtigkeit des Opfers von Verbrechen in Kriminalfilmen bis hin zur Akkumulation von politischem Kapital durch Fernsehbilder wie 9/11: in den Medien ist längst eine Konkurrenz um die Präsenz der Opfer-Identitäten entstanden. Und auch die österreichische Identität war noch lange nach dem 2. Weltkrieg von dem Mythos geprägt, das erste Opfer des Nationalsozialismus gewesen zu sein. Doch was sind die Auswege aus diesem schädlichen, medial transportierten Opfer-Täter-Schema? Gefragt sind die Stärkung demokratischer Kräfte und die Verantwortung jedes Einzelnen, Fakten zu studieren, Lösungsansätze zu diskutieren und sich in demokratische Entscheidungsprozesse einzubringen. Nur so lässt sich dieser Regress ins Primitive unterbinden.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Ernst Jünger - Chronist von Krieg, Drogen und Technisierung

Sein Werk als Spiegel des 20. Jahrhunderts (4). Gestaltung: Richard Brem Die Lebensgeschichte des deutschen Schriftstellers Ernst Jünger liest sich, als wäre sie von einem Romanautor erdacht worden. Einer literarischen Figur ähnlich, tauchte er stets an den Brennpunkten des 20. Jahrhunderts auf: 1914 zog er als Freiwilliger begeistert in den Krieg, kämpfte in den großen Materialschlachten an der Westfront, wurde mehrfach verwundet und kurz vor Kriegsende mit dem höchsten preußischen Tapferkeitsorden, dem "Pour le Mérite", ausgezeichnet. Nachdem er den Krieg als eine Art Rausch durchlebt und in Büchern auch als solchen beschrieben hatte, begann Jünger sich in den 1920er Jahren an Technik und Nation zu berauschen. Er wurde zum Wortführer eines elitären Nationalismus und entwarf 1932 mit "Der Arbeiter" seine eigene Vision einer Techno-Diktatur, die Elemente aus italienischem Faschismus und sowjetischem Bolschewismus miteinander verschmolz. Zum Nationalsozialismus hielt Jünger Abstand und veröffentlichte mit "Auf den Marmorklippen" 1939 einen Roman, der von Heinrich Böll, den Geschwistern Scholl und vielen anderen als Widerstandsparabel verstanden wurde. Auch verbrachte er den Großteil des 2. Weltkriegs im Stab des deutschen Militärbefehlshabers in Paris, wo er in engem Kontakt zu den Verschwörern des 20. Juli stand, aber auch Künstlern wie Picasso, Braque und Cocteau begegnete. In den 1950er Jahren war Jünger einer der ersten, die mit LSD experimentierten - in gemeinsamen Drogen-Séancen mit dem LSD-Entdecker Albert Hofmann. Die nachfolgenden Jahrzehnte verbrachte er mit zahlreichen Reisen rund um den Erdball und als scharfsichtiger Chronist einer sich rasant globalisierenden und technologisierenden Welt. Als Ernst Jünger 1998 im Alter von 102 Jahren starb, hinterließ er ein über 20-bändiges Gesamtwerk aus Essays, Romanen, Kriegsbüchern, Reisenotizen und Tagebüchern, in denen sich das 20. Jahrhundert mit allen seinen Umwälzungen und Verheerungen widerspiegelt. Das "Radiokolleg" zeichnet ein Porträt dieses vielschichtigen, widersprüchlichen und nach wie vor umstrittenen Autors.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Der Countertenor

Die jungen Stars der Alten Musik (4). Gestaltung: Verena Gruber Andreas Scholl, Valer Sabadus, Max Cencic - drei klingende Namen, drei weltberühmte Countertenöre. Sie sind - neben einigen anderen - die Stars der Alten Musik. Egal ob sie halsbrecherische Koloraturen oder intime Arien singen, ihre Stimmen klingen glockenklar und scheint nicht von dieser Welt. Jahrzehntelang begann das Publikum zu kichern, sobald männliche Sänger in der Kopfstimme den Mund aufmachten. Heute lacht niemand mehr. Die Countertenöre haben das Erbe der Kastraten angetreten und haben viele Fans, weit über ein Fachpublikum hinaus. Die Geschichte des Countertenors geht zurück in die Urzeit der Menschheit. Die männliche hohe Stimme erklang wohl zum ersten Mal im Warnschrei des jagenden Steinzeitmenschen. Der Countertenor als Begriff tauchte hingegen das erste Mal in der Mehrstimmigkeit der europäischen Kirchenmusik auf, dort bezeichnete man den contertenor als die Gegenstimme zum Tenor. Da Frauen in Kirchenchören nicht singen durften, wurden für die Sopran -und Altlagen Falsettisten eingesetzt, also Männer, die in der Kopfstimme singen, heute nennt man sie Countertenöre. So entstand eine Gesangstradition, die vor allem in England in den traditionsreichen Kathedralschören zu einer Blüte gelangte. Auf dem Kontinent sangen im ausgehenden 16. Jahrhundert die Kastraten in der Sixtinischen Kapelle die ersten Solopartien. Viele Komponisten des Barock schrieben für die hohe männliche Stimme Opernrollen. Im 19. Jahrhundert, als der Tenor seinen Siegeszug in der romantischen Musik antrat, kam die Tradition der Countertenöre und Kastraten aus der Mode. Im 20. Jahrhundert trat Alfred Deller aus dem Schatten der englischen Chortradition und machte den solistischen Männeralt wieder salonfähig. Die Zahl der Countertenöre nahm stetig zu. Heute trifft man Countertenöre in unzähligen Barockopern, aber längst nicht mehr nur an den angestammten Plätzen der Alten Musik. Gerade zeitgenössische Komponisten haben entdeckt, dass sich mit dem Countertenor ein neues Stimmfach für die Bühne erschließen lässt. In der Radiokollegreihe "Der Countertenor" hat Verena Gruber einige der berühmten Falsettisten getroffen. Sie sprechen über die Faszination der hohen Stimme, über die schönsten Countertenor-Partien, über Akzeptanz und Ablehnung dieser Stimmlage, über neue Männerbilder und Klischees. Die vierteilige Reihe beinhaltet einen musikhistorischen Abriss, ein Porträt über den deutschen Countertenor Andreas Scholl, eine Reportage mit Jugendlichen an einem Tiroler Gymnasium, die sich auf die historischen Spuren der Kastraten und Falsettisten begeben. Im vierten Teil erzählen Nachwuchssänger und ihre Lehrer am Antonio Salieri Gesangsinstitut in Wien, wie sie sich dem Countertenor als Stimmfach nähern und sich auf die großen Rollen des Barockrepertoires vorbereiten. Exkurse über den Einsatz der Kopfstimme in der Popmusik und der zeitgenössischen Musik runden die Musikviertelstunde ab.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Hans Georg Nicklaus "Tragische" Musik von Skrjabin, Schubert und Brahms Mit 19 Jahren komponiert Schubert seine 4. Symphonie in c-Moll und fügt selbst nachträglich seiner ersten Mollsymphonie den Titel "tragische" bei. Heute würde man vielleicht sagen: eine Marketing-Maßnahme! Allerdings findet sich in den Charakterisierungen der Tonarten zur Zeit Schuberts eine Beschreibung von c-Moll, die zum Titel "tragisch" passt: "Liebeserklärung, und zugleich Klage der unglücklichen Liebe". Aber Tonartencharakterisierungen dieser Art fielen schon damals sehr unterschiedlich aus. Was klingt für uns heute an Schuberts 4. Symphonie noch "tragisch"? Wie sehr tragen die verschiedenen Interpretationen zu einem "tragischen" Klang bei? Ausgewählt vergleicht CD-Aufnahmen der vergangenen 20 Jahre.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Die amerikanische Enkelin". Von Inaam Katschatschi. Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Es liest Katharina Stemberger Als Saina 13 war, flüchtete sie mit ihrer Familie vor den Schergen Saddam Husseins in die USA. Richtig heimisch fühlte sie sich in den USA nie, obwohl sie bald einen US-amerikanischen Pass erhielt. Und dann kam der 11. September 2001, der Krieg gegen den Irak. Saina meldet sich als Übersetzerin für die CIA, sie will in ihrer alten Heimat arbeiten und ihren Beitrag zur Errichtung einer neuen Demokratie leisten. Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Resilienz. Was die Seele stark macht Gestaltung: Jörg Duit Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen, beschäftigt derzeit weltweit zahlreiche Forscherteams. Ein Unfall, der Tod eines geliebten Menschen, eine Kündigung: Menschen zerbrechen daran. Andere wachsen an den Krisen. Warum stecken manche Menschen extreme Belastungen scheinbar mühelos weg? Welche biopsychosozialen Faktoren stärken sie? Margarethe Engelhardt-Krajanek Resilienz - Was die Seele stark macht ORF-CD799

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Eine vernachlässigte Gattung: Vokalensemble. Zwei schlanke Countertenöre, ein leichtfüßiger Bass, eine gut abgestimmte Mittellage, jederzeit zum Solo-Gesang bereit: das sind die sechs King´s Singers. Sie haben ein Motto: Lieder verbinden Völker und Kulturen über die Zeiten hinweg. Für ihre CD " Finding Harmony" haben die sechs Herren jiddische Schlaflieder, Songs aus Südafrika und aus Georgien, von Martin Luther bis Ariana Grande oder Michel Legrand für ihr Ensemble bearbeitet. Auch Mund Perkussion ist dabei. Eine der Entdeckungen ist die Singer-Songwriterin und Dichterin Alma Irene Bazel Androzzo Thompson: Ihr "If I can help somebody" aus der US amerikanischen Bürgerrechtsbewegung sang auch Martin Luther King. Außerdem: eine neue Folge Be Ess - alles, was man zu Beethoven wissen muss. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Die letzten Romantiker der britischen Inseln: Gedankentiefe Vokalmusik zwischen den Genres Das Inseldasein war auch ein künstlerisches: Während in Berlin der Jazz, in Paris Strawinsky Furore machten und Wien die "Atonalität" erfand, lebte auf den britischen Inseln die romantische Tonalität weitgehend ungebrochen fort. Schuf sich aber neue, zwischen Lied und Chorstück vermittelnde Formen - vom in geistlicher Musik exzellierenden John Ireland über Ralph Vaughan Williams, der diesseits des Kanals primär als Symphoniker wahrgenommen wird, bis zu Exzentrikern wie Lennox Berkeley. Musikalische Impulse aus den Kolonien wurden aufgenommen, so von Gustav Holst oder John Foulds, der aber auch der "Lyra celtica" huldigte. Und Gustav Mahler mit seiner Vokalsymphonik fand Nachfolger, prägnant in Harvegal Brian mit seiner "Gothic Symphony".

15.30 Uhr
Moment

Wie Menschen mit schweren Grunderkrankungen in aktuellen Krisenzeiten ihr Leben meistern Bernadette Feuerstein hat seit ihrer Kindheit eine spirale Muskelatrophie. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Architekten Bernhard Hruska, und der gemeinsamen Tochter zusammen. Seit 1981 ist sie in der Behindertenpolitik aktiv. Bei ihrer Arbeit ist sie auf "persönliche Assistenz" angewiesen. Das ist jetzt in Zeiten des Corona-Virus besonders schwierig. Um ein mögliches Risiko der Ansteckung zu vermeiden, lebt die Familie in einer strengen Quarantäne, kümmert sich aber gleichzeitig um die Anliegen vieler anderer Hochrisikopatienten. So zum Beispiel, wie "persönliche Assistenz" auch jetzt organisiert werden kann. Ein Bericht über die derzeitige Lebenssituation und die daraus entstehenden speziellen Herausforderungen. Gestaltung: Alois Schörghuber Bis auf Weiteres... Berichte aus dem Homeoffice. Woche Vier Eine Kolumne von Horst Widmer

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert jeden Donnerstag das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht seine Kolleginnen und Kollegen in der Nachrichtenredaktion. Denn Donnerstag ist Nachrichtentag. Der Radiohund fragt, was es diese Woche in Österreich, Europa und der Welt Neues gibt.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Von der Entstehung des Handels und seiner Entwicklung bis heute Gestaltung: Tanja Malle In der Schule tauschen die Ö1 Kinderuni Reporter/innen mitunter ihre Jause mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin. Soweit, so einfach. Aber würden Sie zum Beispiel auch fünf Kokosnüsse für eine Xbox tauschen? Das wollen die Forscher vom Institut für International Business der Wirtschaftsuniversität Wien von Sophia, Anna, Emil, Jakob wissen. Die Reporter/innen sind skeptisch. Ja, sie würden eine Xbox zwar um fünf Kokosnüsse kaufen, aber sicher keine Xbox für fünf Kokosnüsse hergeben. Wie aber funktionierte Tauschhandel und wie funktioniert Handel heute? Warum haben die Menschen überhaupt mit dem Handel begonnen und wie haben sie das gemacht, als es noch keine Münzen und kein Papiergeld gab? Was haben Muscheln damit zu tun und warum gibt es mittlerweile immer mehr internationalen Handel? Diese geballte Ladung an Fragen der Ö1 Kinderuni Reporter/innen beantworten Harald Puhr, Edith Ipsmiller und Jan Hendrik Fischer vom Departement für Welthandel der WU Wien.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal Spezial

Österreichische Literatur im 21. Jahrhundert - Eine Anthologie Es gibt außer Friederike Mayröcker zurzeit nicht viele - oder eigentlich gar keine - deutschsprachigen Schriftsteller, die mit nicht eben leicht zugänglichen Gedichten und Prosatexten, vorgetragen in ruhigem, ja monotonem Duktus, Säle mit begeisterter Zuhörerschaft zu füllen imstande sind. Was das Publikum in seinen Bann zieht sind weder Geschichten noch Aussagen, es ist pure Sprachmagie; man wohnt einem Prozess bei, der Welt in Sprache verwandelt und Sprache in Welt. Vergangenen Dezember feierte Friederike Mayröcker ihren 95. Geburtstag. Ihr Schaffen umspannt 80 Jahre und umfasst - neben der Lyrik - experimentelle Prosa, Kinderbücher, poetologische Aufsätze und Hörspiele. Vieles davon preisgekrönt - darunter 2016 der erstmals vergebene Österreichische Buchpreis.

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Marlene Schnedl. Ein Pariser Label stellt vor: Cheick Tidiane Seck spielt die Musik von Randy Weston Der Altmeister des malischen Jazz, Keyboarder, Pianist und Komponist Cheick Tidiane Seck, sendet seinem Freund und Kollegen Randy Weston (1926-2018) ein Afro-Jazz-Gebet über das Doppel-Album "Timbuktu" und treibt Westons panafrikanische Vision über ein Meer aus gefühlvollem Klavier und komplexen Perkussionsklängen in die Zukunft. Geladen hat Seck für dieses Projekt großartige Musiker, u.a. sind der französische Rapper kongolesischer Herkunft Abd al Malik, der aus der Côte d'Ivoire stammende Perkussionist Adama Dembele und der am 24. März verstorbene kamerunische Saxofonist Manu Dibango mit dabei. Gerade in diesen Zeiten, die doch von Ängsten und sozialer Isolation geprägt sind, wirkt kraftvolle, fordernde Musik tröstend. Die Klänge füllen den Raum mit einem Gefühl von etwas Größerem und wir verbinden uns mit den Musikern/innen, als hätten sie diese Musik nur für uns geschaffen. Musik als spirituelle Impfung!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Spionage-Geschichten. Mit Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Geschichte der Spionage ist eine einfallsreiche. Bereits aus der Antike kennt man Spionagetechniken, doch Geheimdienste gibt es, in Europa zumindest, erst seit der Römerzeit. Ein berühmtes Beispiel aus Österreich wäre der Nachrichtendienst von Staatskanzler Metternich, der ein System aus Polizei, Spitzeln und Zensur einsetze, um die Revolution zu verhindern. Im Jahrhundert darauf entwickelte die Wehrmacht eine mobile Chiffriermaschine namens Enigma, die als unknackbar galt. Während des Zweiten Weltkriegs gelang es den Engländern dennoch, das System zu knacken - manche mutmaßen, dieser Erfolg habe den Krieg um zwei Jahre verkürzt. Noch während des Zweiten Weltkriegs erfanden die Briten eine neue Art von Spionage - sie schickten morsetechnisch ausgebildete Fallschirmspione, die sich auf dem Feindesgebiet abwerfen ließen und Informationen per Funkgeräte ans Heimatland weitergaben. Das wahre Zeitalter der Spionage begann aber nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Ost-Westkonflikt wurden Menschen mit und ohne ihr Wissen für Spionagetätigkeiten eingesetzt, von der ideologisch überzeugten Spionage-Tänzerin bis zum Regierungsbeamten, der mit perfiden Methoden in die Agentenrolle gedrängt wurde.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Durch die Brandkatastrophe vor einem Jahr haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Gestaltung: Sabine Wachs Vor einem Jahr, am Abend des 15. April 2019, schossen hohe Flammen aus dem Dach der Pariser Kathedrale Notre Dame und zerstörten große Teile der uralten Kirche. Die Bilder des brennenden Wahrzeichens von Paris erschütterten Menschen weltweit. Einen Tag später verkündete Präsident Macron, die Kathedrale solle in fünf Jahren wieder stehen. Doch das scheint in Zeiten der Corona-Krise noch unwahrscheinlicher als schon zuvor. Die Aufräumarbeiten laufen schleppend, die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, die Zukunft der Kathedrale ist ungewiss und mit ihr auch die Zukunft vieler Menschen, für die Notre Dame mehr war als nur eine Kirche. Sie war Teil ihres täglichen Lebens. Mit dem Brand haben die Priester, die Gläubigen, der Chor oder auch die Organisten ihre spirituelle Heimat verloren. An Notre Dame hingen auch Jobs, die nun verschwunden sind oder nicht mehr finanziert werden können. Trotz des Spendenaufkommens von mehreren hundert Millionen Euro musste etwa die Chorschule Lehrer kündigen, musste die Diözese Mitarbeiterinnen entlassen. Ein vorösterliches Treffen mit Menschen, für die Notre Dame eine ganz besondere, individuelle Bedeutung hatte.

18.50 Uhr
Betrifft: Ostern

"Abendmahl und Sederabend". Am Beginn des "Österlichen Triduums" spricht der römisch-katholische Theologe und Judaist Gerhard Langer über die Parallelen und gravierenden Unterschiede des christlichen Pascha- und des jüdischen Pessach-Festes Es war der Sederabend des damaligen Pessach-Festes: Am Gründonnerstag hat Jesus von Nazareth vor seinem Tod am Kreuz manchen Überlieferungen nach mit seinem engsten Kreis, den zwölf Aposteln, Abendmahl gefeiert. Der Seder, am 14. Nisan nach jüdischem Mond-Kalender, ist der Vorabend und Auftakt von Pessach, im Zuge dessen an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnert wird. Aus dem ritualisierten Ablauf der jüdischen Mahlzeit am Sederabend und den gemeinsamen Mahlfeiern der christlichen Urgemeinde haben sich christliche Kultformen wie eben am Gründonnerstag entwickelt. Der Zeitraum von der abendlichen Messe des Gründonnerstags - der Feier vom sogenannten "Letzten Abendmahl" - bis zur Vesper des Ostersonntags wird in der römisch-katholischen Kirche traditionell "Triduum Sacrum" oder auch "Österliches Triduum" genannt. Er gilt als ein einziges Hochfest, das höchste des Kirchenjahres, und führt in den liturgischen Büchern den Titel "Die Drei Österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn". Durch unterschiedliche Kalenderzählungen weichen Ostern und Pessach manchmal voneinander ab, in diesem Jahr werden die beiden Feste - religionshistorisch passend - zeitgleich gefeiert. Am Beginn des "Österlichen Triduums" spricht der römisch-katholische Theologe und Judaist Gerhard Langer über die Parallelen und gravierenden Unterschiede des christlichen Pascha- und des jüdischen Pessach-Festes. Gestaltung: Kerstin Tretina

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

3.000 Jahre Geschichte Der Zionsberg in Jerusalem Von Lukas Wieselberg Jerusalem ist für die drei monotheistischen Religionen höchst bedeutsam und zugleich Herz des israelisch-palästinensischen Konflikts. Das prägt auch die Archäologie der Stadt. Mehrere tausend Jahre Geschichte liegen hier neben- und untereinander, knapp unter der Erdoberfläche. Wer diese Geschichte ausgräbt, gerät in den Strudel der Geschichte. Das gilt auch für den Zionsberg im Osten Jerusalems, auf dem das Grab Davids und der Saal des letzten Abendmahls verehrt wird. Seit über 100 Jahren graben hier Archäologinnen und Archäologen des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaften (DEI). Auf dem Grabungsgelände finden sich Spuren quer durch die Jahrtausende: von 3.000 Jahre alten Resten einer Stadtmauer bis zu Gefechtsstellungen aus dem Sechs-Tage-Krieg 1967. Die DEI-Archäologin Luisa Goldammer ordnet diese Spuren bei einem Rundgang ein und erklärt, warum Archäologie immer Zerstörung ist.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Ars Antiqua Austria, Dirigent: Gunar Letzbor; Daniel Johannsen, Tenor; Alois Mühlbacher und Maria Ludurner, Sopran; Gerd Kenda, Bariton; Markus Forster, Altus. Das VII. Gebot "Ich kenne diesen Menschen nicht!". Johann Joseph Fux: Gesù Cristo negato da Pietro. Sepolcro in due parti (aufgenommen am 24. Jänner im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses im Rahmen der "Resonanzen 2020"). Präsentation: Gerhard Hafner

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Die Menschheit durchlebt gegenwärtig eine epochale Krise." - Michael Kerbler im Gespräch mit dem Systemtheoretiker Fritjof Capra (Erstausstrahlung am 12. September 2012) "Weiterleben kann die Menschheit nur, wenn sie von Grund auf anders denken lernt." Dieses Zitat ist bald vierzig Jahre alt und stammt aus Fritjof Capras Bestseller "Wendezeit", Anfang der 1980er Jahre ein viel beachteter Anstoß für einen neuen Blick auf den technischen Fortschritt und seinen Preis. Für Fritjof Capra haben die Erkenntnisse der Physik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das alte kopernikanische Weltbild von Newton und Descartes obsolet gemacht. Die Erkenntnis, dass an die Stelle des mechanistischen Weltbildes eines getreten ist, das am Zutreffendsten mit dem Bild eines Netzes oder zahlloser kommunizierender Gefäße beschrieben wird: "Alles hängt mit allem zusammen" - das mache ein Umdenken auch in anderen Wissenschaftszweigen unabdingbar, meinte Capra, Schon damals plädierte der österreichisch-amerikanische Systemtheoretiker eindringlich dafür, die Balance der Lebenssysteme des Globus - der ökologischen wie der ökonomischen - für künftige Generationen zu erhalten: "An die Stelle von quantitativem Messen muss qualitatives Werten treten - eine ganzheitliche, ökologische Anschauungsweise, die unser bankrottes mechanistisches Weltbild ablöst. Denn unsere Welt ist mehr als die Summe ihrer Teile." Dreißig Jahre später zog der österreichisch-amerikanische Systemtheoretiker im Gespräch mit Michael Kerbler Bilanz über das Erreichte - und das, was noch geschehen muss. Wiederum ein knappes Jahrzehnt später zeigt sich Vieles des damals Festgestellten unverändert aktuell, während in manchen Punkten die Entwicklung weitergegangen ist. Das Bewusstsein für die Dringlichkeit von Capras Diagnose ist allerdings gestiegen.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Werner Pirchner: Die Ö1 Signations Gestaltung: Stephan Pokorny Werner Pirchner, seines Zeichens begnadeter Jazzmusiker und Komponist mit tirolerischen Wurzeln, gestaltete im Jahr 1994 für Ö1 ein neues akustisches Design, das in Form prägnanter Signations das klangliche Erscheinungsbild des Senders auf unverkennbare Art und Weise prägte. Zum 50. Geburtstag von Ö1 versammelte diese von Albert Hosp zusammengestellte CD über 80 Signations von Werner Pirchner - auf dass, da seit 1. Oktober 2017 das neue akustische Design, gestaltet von Christian Muthspiel, erklingt, jenes von seinem Vorreiter und Vorbild Werner Pirchner erhalten bleibe.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Wer ist Opfer? Macht und Ohnmacht eines Rollenbildes (4). Gestaltung: Johannes Gelich Ernst Jünger - Chronist von Krieg, Drogen und Technisierung. Sein Werk als Spiegel des 20. Jahrhunderts (4). Gestaltung: Richard Brem Der Countertenor. Die jungen Stars der Alten Musik (4). Gestaltung: Verena Gruber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

New Adits 2019. Die Pianistin Sophie Agnel Das New Adits Festival in Klagenfurt, von einem zweitägigen Experiment auf ein etabliertes Festival von vier Tagen angewachsen, bietet die unterschiedlichen Facetten der gegenwärtigen Musik und bildet den Zeitgeist dieser Art des Umgangs mit Klang und Ton in unnachahmlicher Art und Weise ab. Am 14. November 2019 war die Pianistin Sophie Agnel zu Gast bei New Adits in der Villa for Forest in Klagenfurt. Die Künstlerin, die gerne eingefahrene programmatische Konventionen sprengt, versucht immer wieder sich auf unerforschtes Terrain zu wagen, wobei ihr auch die Möglichkeiten des Klaviers zugutekommen. Denn mit Präparationen erweitert sie klangliche und künstlerische Zugänge auf für die Zuhörer/innen unerwartete Art und Weise. Und auch die Künstlerin selbst setzt sich keine Grenzen, improvisiert nach Stimmung - der eigenen, der des Raumes, und der des Publikums. Gestaltung: Angelika Benke

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Karin Linortner Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten